Friedrich Sigismund Freiherr Waitz von Eschen (genannt Hilchen) wurde am 19. Juni 1745 in Sontra geboren.
Sophie Dorothea von Rheinfarth wurde geboren.
Friedrich Sigismund Waitz von Eschen wurde 1767 in die Freimaurerloge Zu den drey Löwen in Marburg aufgenommen. Später war er Mitglied der Kasseler Logen Zum Tale Josaphat und Zum gekrönten Löwen.
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Im Jahr 1770 wurde Friedrich Sigismund Waitz von Eschen zum Kriegs- und Domänenrat sowie zum Bergrat ernannt. Damit begann seine Laufbahn in der Verwaltung der Landgrafschaft Hessen-Kassel.
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1773 war Friedrich Sigismund Waitz von Eschen das jüngste Mitglied im neu gebildeten Generaldirektorium der Landgrafschaft Hessen-Kassel. Im selben Jahr führte das Zerwürfnis seines Großvaters mit Landgraf Friedrich II. zunächst auch zum Ende seiner Karriere. Nachdem der Landgraf den Wunsch ablehnte, die Direktion der landgräflichen Salzwerke vom Großvater auf den Enkel zu übertragen, bat Friedrich Sigismund um Dispensation von seinen Ämtern und wurde am 30. September seiner Ämter enthoben.
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Nach dem Tod seines Großvaters Jacob Sigismund Waitz von Eschen im Jahr 1776 erhielt Friedrich Sigismund Waitz von Eschen wieder eine Verwaltungsfunktion am Kasseler Hof. Zuvor war er nach seiner Amtsenthebung zum Geheimen Legationsrat ernannt und als Gesandter in Frankreich eingesetzt worden.
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Am 17. März 1781 wurde Friedrich Sigismund Waitz von Eschen Direktor des Steuerkollegiums in Kassel und kehrte damit in eine bedeutende Verwaltungsfunktion zurück.
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Vom 23. September 1782 bis zu seinem Tode war Friedrich Sigismund Waitz von Eschen Direktor des Commerz-Colleges Kassel.
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1786 wurde Friedrich Sigismund Waitz von Eschen Berg- und Salzwerksdirektor sowie Direktor der Blaufarbenwerke. Damit erlangte er einen Großteil der Funktionen seines Großvaters, wenngleich sein Einfluss geringer blieb.
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Friedrich Sigismund Waitz von Eschen heiratete die Erbtochter Sophie Dorothea von Rheinfarth.
Die Tochter Sophie Eleonore wurde geboren; sie war später mit dem Landrat Georg von dem Bussche verheiratet.
1795 gelang es Friedrich Sigismund Waitz von Eschen, im diplomatischen Auftrag des Landgrafen den Frieden zu Basel zwischen Hessen und der Republik Frankreich abzuschließen. Dies war einer seiner bedeutendsten diplomatischen Erfolge.
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1795 wurde der Sohn Karl Siegmund Waitz von Eschen geboren. Er war später Kammerherr des Kurfürsten Wilhelm II. und Mitglied im Schönfelder Kreis; 1867 wurde er liberal-konservativer Wortführer im preußischen Herrenhaus. Er verstarb 1873.
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Im Jahr 1802 gründete Friedrich Sigismund von Waitz das Gut Waitzrodt als fränkische Hofanlage, teils auf den Mauern eines älteren Hauses und teils auf einer von ihm gerodeten Heidefläche; diese Rodung gilt als Ursprung des Namens Waitzrodt.

Gut Waitzrodt galt als eigentlicher Stammsitz der Familie von Waitz und war das einzige unmittelbar von ihr selbst gegründete Gut.
Friedrich Sigismund von Waitz galt neben dem Landgrafen als einer der wohlhabendsten Männer des Landes.
Originalwortlaut
„er galt neben dem Landgrafen als einer der wohlhabendsten Männer des Landes“
Friedrich Sigismund Freiherr Waitz von Eschen starb am 14. Oktober 1808 in Kassel.
Sophie Dorothea von Rheinfarth verstarb.
Sophie Eleonore verstarb.

Für die Zeit zwischen etwa 1805 und dem späten 19. Jahrhundert liegen keine gesicherten Informationen vor.
Originalwortlaut
„Für die Zeit zwischen etwa 1805 und dem späten 19. Jahrhundert liegen bislang keine gesicherten Informationen vor.“

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, um 1880, investierte ein Angehöriger der Familie, vermutlich Roderich von Waitz, erheblich in den Ausbau des Hofes; an verschiedenen Gebäuden, insbesondere am ehemaligen Kuhstall, befinden sich bis heute die Initialen RVW.

Gut Waitzrodt wurde 1912 an die Familie Bräutigam aus Immenhausen verpachtet; die Pachtzeit betrug etwa zwölf bis achtzehn Jahre. Unter der Familie Bräutigam entwickelte sich das Gut erstmals zu einem bedeutenden landwirtschaftlichen Betrieb mit über 250 Hektar Fläche, in dessen Mittelpunkt nicht der Ackerbau, sondern die Viehwirtschaft stand.
Die spätere Frau Baumgärtel wurde auf Gut Waitzrodt geboren und wuchs dort auf.
Originalwortlaut
„die spätere Frau Baumgärtel, die auf Gut Waitzrodt geboren wurde und dort aufwuchs“
Um 1920 wurden die heute an der Einfahrt stehenden weißen Wirtschaftsgebäude errichtet; auf älteren Fotografien sind sie noch nicht vorhanden. Das als Schäferhaus bekannte Fachwerkgebäude bestand bereits vor diesem Bau.
Während der Pachtzeit brannte der damalige Kuhstall vollständig ab, vermutlich der obere Stallbereich.
Die Familie Holt wurde in den frühen 1930er Jahren als Gutsverwalter eingesetzt.
Originalwortlaut
„In den frühen 1930er Jahren wurde die Familie Holt als Gutverwalter eingesetzt“
Die Heirat der Eltern Holt fand etwa 1933 statt.
Originalwortlaut
„die Heirat der Eltern Holt war etwa 1933“

Nach dem Zweiten Weltkrieg musste Gut Waitzrodt durch die Landreform etwa 100 Hektar Land abgeben und verlor so einen erheblichen Teil seiner Nutzfläche; betroffen waren insbesondere Flächen entlang der Trift.

Gut Waitzrodt verlor ab etwa 1960 durch die Zusammenlegung seine Funktion als eigenständiger Betrieb und diente überwiegend als Maschinenstandort, Lager- und Abstellfläche. Auf dem Hof lebten weiterhin einzelne Mitarbeiterfamilien, insbesondere die Familie Köster.
Anfang der 1960er Jahre wurde Graf Finkenstein als Verwalter eingesetzt. Er galt als außerordentlich erfolgreicher Landwirt, führte die verbleibenden Flächen von Gut Waitzrodt und Gut Winterbüren zu einem gemeinsamen Betrieb zusammen und gab die bis dahin dominierende Viehwirtschaft weitgehend auf.

In den Jahren nach der Zusammenlegung wurde Gut Waitzrodt ein bedeutender Standort der Schafhaltung mit einer Herde von über 1000 Tieren. Zur Unterbringung der Schafe wurden zahlreiche Gebäude umgebaut und große Durchgänge geschaffen.
Nachdem die Schule von Ursula Schaft in Heckershausen aufgelöst wurde und sie eine Stelle in Mariendorf erhielt, lag Waitzrodt günstiger. Nach einem Unfall in Vellmar bot Graf Finkenstein ihr an, in das leerstehende Gutshaus einzuziehen. Ursula Schaft zog mit ihren Kindern Dörte und Eckehard (genannt Ecke) ein und bezog zunächst das Zimmer neben der Küche.

Das Gut Waitzrodt stand 1964 weitgehend leer.
Originalwortlaut
„Im Jahr 1964 stand das Gut weitgehend leer.“

In den späten 1960er und frühen 1970er Jahren richteten mehrere Kasseler Kaufleute und Handwerker auf dem Hof Ferien- und Wochenendwohnungen ein; dazu gehörten die Familien Lange, Landwehr, Schulz, Apel und Harz sowie Angehörige der Unternehmerfamilie Knüppel.
Nachdem die Kinder das Abitur gemacht hatten, zog Ursula Schaft nach Mariendorf in eine Wohnung über der Schule.
Originalwortlaut
„Nach einigen Jahren, als die Kinder das Abitur gemacht hatten, zog sie nach Mariendorf in eine Wohnung über der Schule.“

Im Laufe der 1970er Jahre löste sich die Gemeinschaft der Ferienwohnungs-Nutzer wieder auf.
Originalwortlaut
„Im Laufe der 1970er Jahre löste sich diese Gemeinschaft wieder auf.“
1975 bestand auf Gut Waitzrodt bereits eine Reithalle.

Um 1975 lag der Hof Gut Waitzrodt nahezu verlassen da, die Gebäude waren von Efeu überwachsen, und unten standen nur noch zwei Traktoren aus Winterbüren. Graf Finkenstein wollte große Teile des Hofes abreißen, da die alten Wirtschaftsgebäude wirtschaftlich kaum nutzbar erschienen; die Familie von Waitz stand einem Abriss jedoch zurückhaltend gegenüber.
Der Halt diente dazu zu zeigen, wo Hannah als Kind gelebt hatte.
Originalwortlaut
„um zu zeigen, wo Hannah als Kind gelebt hatte“

Die Familie Schaft machte auf dem Weg nach Mariendorf einen kurzen Halt auf Gut Waitzrodt.
Originalwortlaut
„machte die Familie Schaft auf dem Weg nach Mariendorf einen kurzen Halt auf Gut Waitzrodt“
1977 waren die früheren Ferienwohnungen aufgegeben; auf dem Hof befand sich nur noch Herr Hofmann mit einigen Pferden, der Teile des Schusterstalls nutzte.
Die Familie kam 1977 erneut auf den Hof.
Originalwortlaut
„Als die Familie 1977 erneut kam“

Auf dem Hof entwickelte sich ein kleiner Reitbetrieb, an dem Eckehard Schaft beteiligt war; seit 1978 ist Gut Waitzrodt als Pferde- und Reitstandort geprägt.
Johannes Sommer wurde 1980 im Krankenhaus Mariahilf in Göttingen (Süd-Niedersachsen) geboren und ist Sohn von Joachim und Johanna Sommer; er wohnt seither auf Gut Waitzrodt.
Recherche-Hinweis (zu pruefen): Ursula Schafft-von Loesch (geb. 1914 in Paderborn, gest. 18. Maerz 1993), Autorin, ab 1949 verheiratet mit dem Theologen Hermann Schafft. Ein direkter Bezug zu Gut Waitzrodt ist anhand der gefundenen oeffentlichen Quellen NICHT belegt und mit der Familie zu klaeren.

Am 21. Juni 1998 wurde der Reitverein Gut Waitzrodt e.V. gegruendet; erster Vorsitzender war Manfred Leinweber.

Seit 2004 finden auf Gut Waitzrodt Reitturniere statt, seit 2007 mit internationaler Beteiligung.
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2012 gehoerten die Reiterinnen Judith und Josefa Sommer von Gut Waitzrodt zum siegreichen hessischen Team beim Bundeswettbewerb; Josefa Sommer war im Bundeskader.
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Im Sommer 2012 fanden auf Gut Waitzrodt die Dreharbeiten zum ersten Ostwind-Film statt. Der Hof diente als fiktives Gestüt „Gut Kaltenbach" und wurde damit zum zentralen Schauplatz der gesamten Filmreihe.
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Der Spielfilm „Ostwind – Zusammen sind wir frei" kam am 21. März 2013 in die deutschen Kinos. Als Gestüt „Gut Kaltenbach" ist darin Gut Waitzrodt zu sehen.
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Der zweite Teil „Ostwind 2" startete am 14. Mai 2015 in den Kinos. Erneut diente Gut Waitzrodt als Drehort des Gestüts „Gut Kaltenbach".
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Der dritte Teil „Ostwind – Aufbruch nach Ora" erschien am 27. Juli 2017. Gut Waitzrodt war wieder als „Gut Kaltenbach" zu sehen.
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Der vierte Teil „Ostwind – Aris Ankunft" kam am 31. Januar 2019 in die Kinos, erneut mit Gut Waitzrodt als Drehort „Gut Kaltenbach".
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Der fünfte und letzte Teil „Ostwind – Der große Orkan" startete am 29. Juli 2021. Damit war Gut Waitzrodt in allen fünf Ostwind-Filmen als „Gut Kaltenbach" zu sehen.
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Belege und Normdaten zu „Reithalle".
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Belege und Normdaten zu „Sophie Eleonore Waitz von Eschen".